Apple Macintosh Classic

Apple Macintosh Classic

Prozessor und Taktrate Motorola 68000 (8 MHz)  
Arbeitsspeicher 1 MByte  
ROM 512 KByte  
Grafikchip ??  
Auflösung bei maximalen Farben 512 x 342 (monochrom)  
Soundchip Continuously Variable Slope Demodulator  
Soundkanäle 4  
Gehäuseform All-in-one Gehäuse  
Laufwerke 3,5"-Floppylaufwerk (1,44 MByte)  
Anzeige integrierter 9"-Monitor  
Erweiterbar mit Floppylaufwerk, Upgrade Kits  
Erscheinungsdatum/ ggf. Neupreis Oktober 1990 - September 1992/ 999 €  
Betriebssystem MacOS 6.0.7  
Besonderheiten    
Bewertung
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Nachdem Steve Jobs sein eigenes Unternehmen 1985 verlassen hatte, wechselte somit auch der Chefsessel und Jean-Louis Gassée übernahm diese Rolle. Sofort änderte er die Strategie des Unternehmens im Bezug auf Systemoffenheit und Preisgestaltung. Apples Computer sollten ausbaufähiger und damit attraktiver sein, aber in erster Linie auch nicht mehr den Low-End Markt bedienen. Ihm schwebte eine starke Fokussierung auf den Hochpreismarkt vor. Dieser sollte fortan mindestens 55% der Gewinneinnahmen ausmachen. Apple entwickelte daraufhin immer mehr Computer, die extrem kostspielig waren. Der erste Macintosh sollte um die 1000 $ kosten, veröffentlicht wurde er jedoch für 2495 $. Kurze zeit später kam der Macintosh Plus und der Preis stieg auf 2599 $, gefolgt vom Macintosh SE (2900 - 3900 $). Krönender Abschluss war dabei der Apple IIci, der für 9900 $ den Besitzer wechselte. Die Preise bezogen sich jedoch nur auf den Computer. Monitor und Tastaturen mussten zusätzlich gekauft werden (ein Apple Farbmonitor, sowie das passende Keyboard kosteten zusammen auch nocheinmal 1500 $)!

Doch der Erfolg wollte sich nicht einstellen. Der PC übernahm die Führungsrolle im Businessmarkt und sicherte entscheidende Anteile in der Sparte der preisintensiven Computer. Das Unternehmen musste sich umorientieren: die Fokussierung auf den High-End Markt war sichtlich gescheitert. Apple schlingerte in eine Krise und die Quartalszahlen waren rückläufig.

Gassée musste gehen und endlich konnten die Entwickler sich wieder auf den normalen Anwendermarkt konzentrieren. Drei unterschiedliche Systeme wurden entwickelt, wovon zwei zu den Modellen Macintosh LC und IIsi wurden.

Das dritte Modell wurde der Macintosh Classic, den der neue CEO John Sculley auf einer Pressekonferenz dem wartenden Publikum vorstellte. Sculley erläuterte den Anwesenden, dass Apple nicht die Preise der bestehenden Produkte gesenkt habe, sondern vielmehr diese von Grund auf erneuert worden sind und dabei Kundenwünsche berücksichtigt wurden. tatsächlich war Apple jedoch mit allen Mitteln dabei, die Preise deutlich zu senken und der Macintosh Classic zeigte dies genau. Für 999 $ erhielt der Anwender einen typischen Macintosh mit Motorola 68000, der mit 8 MHz getaktet war, sowie einen 9"-Monitor, den auch schon die anderen Modelle verwendeten. Auch der Speicher betrug, wie bei anderen Modellen dieser Zeit 1 MByte. Gegenüber seinem direktem Vorgänger, dem Macintosh Plus, war das neue Modell jedoch bis zu 25 % schneller, besaß dafür aber keine Festplatte an, die jedoch optional angeboten wurde. Neu hingegen war das Diskettenlaufwerk SuperDrive, das neben Macintosh-Dateien auch MS-DOS, OS/2 und ProDOS Formate lesen und schreiben konnte. Als Betriebssystem kam MacOS 6.0.7 zum Einsatz, das später bis 7.5.5 erweitert werden konnte. Wurde ein älteres OS benötigt, konnte man während des Bootens die Tasten Command + Option + X + O drücken und erhielt MacOS 6.0.3, dass ebenfalls im ROM gespeichert war.

Der Computer erschien gleichzeitig in Japan, Europa und den Vereinigten Staaten. Kurioserweise war der japanische Verkauspreis 50 % höher. Apple versuchte mit allen Mitteln den Computer an den Mann zu bringen und begann eine Marketing Kampagne, die um die 40 Millionen Dollar kostete und den Markt regelrecht umwarf. Es entstand eine ungeheure Nachfrage nach dem Classic Modell, dass zu dieser Zeit in keinster Weise befriedigt werden konnte. Es führte sogar so weit, dass das Unternehmen in Singapur und Irland die Produktionskapazitäten verdoppelte, um die Nachfrage zu befriedigen. Statt, wie bisher, die Computer mittels Frachtschiffe zu überführen, kamen nun Transportflugzeuge zum Einsatz, die die Transportzeit drastisch verkürzten. Doch es half nichts, die Händler warfen Apple vor ihre Geschäftskalkulationen nicht sorgfältig ausgearbeitet zu haben. Insgesamt kann man den Macintosh Classic jedoch als besten Entwurf der Motorola 68000er Modelle bezeichnen.

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Erstellt mit Citricle

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